Die Geschichte unserer Firma:

Dietrich und Torsten Funder sind sich einig: "Es ist schon etwas Besonderes, wenn in der heutigen Zeit ein 
Unternehmen auf eine über 80-jährige Tradition zurückblicken kann.

Der Firmenchronik ist zu entnehmen, dass das Fachgeschäft im September 1934 von Carl Funder, 
Sohn einer alt eingesessenen Weinheimer Familie, in der Hauptstraße 79 gegründet wurde.

Vier Jahre später erwarb er das Anwesen Hauptstraße 89, um an neuer Wirkungsstätte sein Textilangebot 
in erweitertem Rahmen anbieten zu können. Nicht immer war das Glück Carl Funder hold. So teilte er das 
Schicksal all jener, die jüdische Immobilien während bewegter Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg erwarben, 
die, im Zuge der Wiedergutmachung, nach dem Krieg enteignet wurden. Allerdings erhielt Carl Funder vom 
neuen Eigentümer einen Mietvertrag bis 1959. In den Kriegswirren und den Jahren danach leitete Maria Funder 
das Geschäft, da ihr Mann 1939 in den Krieg zog und nicht mehr heimkehrte. Sohn Dietrich Funder erlernte 
den Beruf des Einzelhandelskaufmanns, erwarb sich in anderen Unternehmen erste Sporen und trat 1952 
als 20-Jähriger in den elterlichen Betrieb ein, den er 1956 in alleiniger Verantwortung übernahm. Zielbewusst 
und fortschrittlich stellte er die Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Hosen-Fachgeschäftes. 
1960 entschloss er sich, in den neu gebauten Ladentrakt der Volksbank in der Bahnhofstraße umzuziehen. 
Die Verkaufsfläche wurde dadurch um mehr als das Doppelte vergrößert. 1979 erwarb Familie Funder das 
Anwesen Hauptstraße 76, in dem das Geschäft bis heute seinen Sitz hat. Nach einjährigem Umbau wurden 
am 1. Oktober 1989 die neuen Geschäftsräume bezogen. Das nun zweistöckige Geschäft vergrößerte seine 
Ladenfläche auf 180 Quadratmeter.

1990 übernahm in der dritten Generation der älteste Sohn von Dietrich Funder, Torsten Funder, das 
Fachgeschäft "Hosen Funder". Nach seiner Lehr- und Bundeswehrzeit absolvierte er an der Textilfachschule Nagold 
in vier Semestern seinen Abschluss zum Textileinzelhandelsbetriebswirt BTE. Er führt das Geschäft bis heute 
in eigener Regie und ist vor allem stolz darauf, dass als besondere Serviceleistung des Hauses Funder Änderungen 
sofort und kostenlos ausgeführt werden.

Seit 1997 ist die Firma "Hosen Funder" im Internet mit eigener Homepage vertreten. Und seit 1998 verkauft 
Torsten Funder die Waren seines Fachgeschäfts auch über das Internet (www.hosen-funder.de). Da die 
Verkaufszahlen im e-commerce ständig zunahmen, wurde 1998 eine Paketannahmestelle der Firma 
GLS (vormals German Parcel) bei "Hosen Funder" eingerichtet. So ist gewährleistet, dass Internetbestellungen 
innerhalb 24 Stunden beim Empfänger eintreffen, da die Pakete täglich abgeholt werden. Die Paketannahmestelle 
steht aber auch allen anderen Versendern - Privatleuten wie Geschäftsleuten - zur Verfügung.Seit 2006 ist auch eine Reinigungsannahmestelle im Geschäft integriert.

Die Jeans nach Weinheim gebracht

IM GESPRÄCH: Dietrich und Torsten Funder zum 75. Jubiläum am 19.09.2009

75 Jahre Hosen-Funder - das ist nicht nur die Erfolgsgeschichte eines Weinheimer Einzelhandelsunternehmens sondern auch einer ganze bestimmen Hose - der Jeans. Wir sprachen mit Inhaber Torsten Funder und seinem Vater und Vorgänger Dietrich Funder über konkurrenzlose Zeiten, den Kampf um die besten Hosen und die nächsten 75 Jahre.

Herr Funder, 75 bewegte Jahre liegen hinter Ihrem Familienunternehmen. Einen regelrechten Boom erlebte „Hosen-Funder“ allerdings mit dem Siegeszug der Jeans.

TORSTEN FUNDER: Das stimmt! James Dean, Elvis, Gi`s haben die Jeans in den 60er Jahre berühmt gemacht. Und wir haben die Jeans nach Weinheim gebracht.

DIETRICH FUNDER: Damals führten weder die Kaufhäuser Birkenmeier und Jakob noch die Herrenausstatter Volk und Delert Jeans. Die gab’s nur bei Hosen-Funder, damals noch in den Geschäftsräumen unterhalb der Volksbank in der Bahnhofstraße. Die Jeans waren heiß begehrt. Damals lief es konkurrenzlos. Wir hatten drei Vollzeitangestellte. Und für die Jeans von Levis bin ich alle 14 Tage mit meinem Caravan nach Frankfurt gefahren.

...um den begehrten Nachschub zu holen?

DIETRICH FUNDER: Sehr begehrt sogar! Dort haben sich manchmal richtige Schlägereien unter den Einkäufern abgespielt. Alle wollten die angesagten Modelle haben. Später hat dann die Polizei aufgepasst, dass nichts passiert.

Können Sie sich noch erinnern, was in den 60er Jahren eine Levis-Jeans gekostet hat?

DIETRICH FUNDER: Na klar: 39 Mark. Dabei war den jungen Leuten die Form ziemlich egal. Es gab nur eine, und die musste jedem stehen, die passte sich nach dem Waschen bzw. beim Nasstragen an. Da war man nicht so „schneegisch“ wie heute.

TORSTEN FUNDER: Obenrum übrigens auch nicht. Ich kann mich erinnern, als Ende der 70er Jahre die ersten Sweatshirts aufkamen. Vorher kannte man das in Deutschland ja gar nicht. Da gab’s nur Strickpullies und Hemden. Eines Tages kam mein Vater mit einer Ladung dunkelbauer Sweatshirts aus Frankfurt zurück, alle mit dem Aufdruck „University of California“. An der darauf folgenden Kerwe hatte die dann jeder an.

Sie haben im Laufe der Jahre schon viele Hosentrends mitgemacht. Dennoch sind sie den Marken Levis, Wrangler und Heinecke & Klaproth, die heute als Marke m.e.n.s. auftreten, treu geblieben. Warum?

TORSTEN FUNDER: Weil wir neben dem modischen Aspekt auch auf Qualität setzen. Die Firma Heinecke & Klaproth fertigt die legendären Dehnbundhosen schon seit über 40 Jahren und immer noch in Deutschland. Bei den Jeans sind wir mit Levis, Lee und Wrangler groß geworden. Das verbindet.

Die Situation des Einzelhandels ist schwieriger geworden. Wie haben Sie sich darauf eingestellt?

TORSTEN FUNDER: In Weinheim gibt es kaum noch Laufkundschaft, aber wir haben viele Stammkunden, die immer wieder kommen. Um Kunden in den Laden zu ziehen haben wir einen Paketshop integriert und eine Reinigungsannahmestelle. Aber ohne unser zweites Standbein, den Internetverkauf, wäre es schwierig. Deshalb freuen wir uns im März auf die Weinheim Galerie. Es wird höchste Zeit, dass wieder ein Magnet nach Weinheim kommt, der Laufkundschaft anzieht.

Dann könnte Hosen-Funder vielleicht noch in die vierte Generation übergehen?

TORSTEN FUNDER: Meine zwei 16-jährigen Töchter haben zur Zeit andere Interessen. Aber man kann ja nie wissen...

DIETRICH FUNDER: Also, ich hätte nichts dagegen, wenn es noch mal 75 Jahre werden.

 

Die Geschichte der Levi´s 501 bzw. der Firma Levi Strauss

Buttenheim in Oberfranken am 26.2.1829

Die Vorbereitungen für die Erfindung der legendären Levi´s Jeans laufen auf Hochtouren.
Levi Strauss
kommt zur Welt. Eine gesunde Portion Unternehmergeist schien Ihm angeboren.
Mit 18 Jahren wanderte er aus nach New York um in den Handel einzusteigen. In Amerikas Westen
beginnt 1849 der Goldrausch. Levi Strauss zieht es dorthin, nicht um Gold zu suchen sondern er
hatte die Idee vom eigenen Krämerladen, er will Zelte für die Goldgräber verkaufen.

Am 14. Mai 1853 kommt er in San Francisco an. Goldgräber hatten damals nur eines im Sinn, Gold.
Zelte brauchten Sie nicht. Also kam Levi Strauss die Idee aus dem Zeltstoff Hosen zu fertigen.
Die beispiellose Karriere einer Hose aus robustem braunem Zeltstoff begann.
Die "waist overall" war geboren.

1850 eröffnete ein Schwager von Levi einen Kurzwarenladen
der später zu Levi Strauss&Co. wird.
1860 wird der braune Zeltstoff durch indigogefärbtem Baumwollstoff
aus Frankreich (Serge de Nimes = Denim) ersetzt.
1873 werden die Kupfernieten (wurden damals und heute noch als
Verstärkung der Nähte angebracht)
von Levi Strauss und seinem Schneider
Jacob Davis zum Patent angemeldet.Im gleichen Jahr wird der Doppelbogen
(Schwingen des Rocky Mountains Adlers)
auf den Gesäßtaschen als Erkennungsmerkmal
aufgenäht.
1886 wird das Lederetikett "Two Horse Brand" als auch heute noch gültiges
Warenzeichen aufgenäht.
1890 erhalten die Hosen die Produktionsnummer 501.
Seit 1922 haben die Jeans Gürtelschlaufen. Die Knöpfe für die Hosenträger werden
zusätzlich noch bis 1933 angebracht. Seitdem nicht mehr.
1936 kommt das rote Fähnchen an der Gesäßtasche, auch "red Tab" genannt,
als Markenzeichen hinzu. Die Nieten auf den Gesäßtaschen verschwinden 1937,
da sie die Stühle der Schulen verkratzen. Die Niete im Schritt wird bis 1941 angebracht.

Zur Zeit des 2. Weltkrieges wird die Levi´s Jeans zum kriegswichtigen Material erklärt und nur noch der Armee verkauft. Amerikanische GI´s bringen die Jeans ab 1945 nach Europa. Unter Jugendlichen wurde sie zum Kultobjekt, da sie den "american Way of Life" verkörperten. (Marlon Brando, James Dean, etc.)

1960 wird die erste europäische Niederlassung in Brüssel eröffnet. Seit dieser Zeit haben wir Levi´s Jeans im Programm. Am Anfang nur die 501 ab 1970 auch andere Formen.
1971 wird das kleine "e" im Schriftzug eingetragen als Warenzeichen.
1984 wird Levi´s zum offiziellen Ausrüster der amerikanischen Olympiamannschaft.
1986 löst Levi´s mit dem Werbekonzept "back to Basics" und den 501 Spots  einen neuen Jeans Boom aus.

Die Zahl 501 gilt als die Bekannteste der Welt. Damals gab es auch Slogans wie "anti fit, wenn sie passt dann ist es keine" oder die Bezeichnung "Authorised Levi´s Dealer", um Fälschungen das Handwerk zu legen, durften Kunden sicher sein dort nur echte Levi´s zu bekommen. Die Levi´s 501 ist die meistkopierte Jeans der Welt. Levi Strauss beschlagnahmt jährlich tausende von Fälschungen, vor allem aus Fernost. Levi Strauss hat heute weltweit 120 Niederlassungen und Produktionsstätten.
Die Levi Strauss Germany GmbH ist zuständig für Deutschland, Österreich und die Schweiz